Trägerwerk soziale Dienste

09.03.-11.03.2012 Bildungsreise nach Buchenwald - WZ Wippra

Die Jugendlichen der Wohngruppe 4 des Wohnzentrum Wippra haben vom 09.03.2012 bis 11.03.2012 eine dreitägige Bildungs- und Erholungsreise nach Weimar unternommen.

Mit der Stadt Weimar sind nicht nur die Glanzseiten der deutschen Geschichte wie die Dichterfürsten Goethe und Schiller, die Weimarer Republik oder das Bauhaus verbunden. Schon lange ist es Tradition, dass die Jugendlichen Ostdeutschlands zur Erinnerung und Mahnung an die dunklen Seiten der deutschen Geschichte hier den Ort eines der größten Konzentrationslager des Nationalsozialismus besuchen.

Deshalb war auch unser besonderes Ziel dieser Bildungsreise der Besuch der Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald. Neben der Bewusstmachung der unzähligen Greultaten in den NS-Lagern stand natürlich für uns ein spezieller Aspekt im Fordergrund

"NS-Euthanasie und Nazi-Unrecht im Gedächtnisspiegel der Erinnerung."

Der geplante und organisierte Massenmord an hunderttausenden kranken und behinderten Menschen in Konzentrationslagern und Anstalten des NS-Regimes ist und bleibt auch für unsere Jugendlichen unfassbar.

Damit stellten wir uns einem Thema, dass für alle Menschen und insbesondere den Jugendlichen mit ihren besonderen Schwierigkeiten sehr schwer zu fassen und zu verstehen ist.

Während des Rundgangs setzten sich unsere 10 jugendlichen Bewohner anhand von vier ständigen Ausstellungen und einem umfangreich- objektiven Informationsangebot mit der Geschichte Buchenwalds auseinander. Die Aufgabe der vier Betreuer der Wohngruppe war es, die jungen Leute beim Rundgang durch die Ausstellungen zu begleiten, Ihnen beim Lesen der Texte zu helfen, Informationen zu vereinfachen und zusammenzufassen sowie in anschließenden Einzel- und Gruppengesprächen zu helfen, das gesehene zu verarbeiten. Die Jugendlichen waren zutiefst ergriffen vom Leid und Unrecht, welches den Menschen dort wiederfahren ist.

In den Gesprächen wurde deutlich, dass die Beschäftigung mit diesem wichtigen Thema auch nach dieser Reise nicht abgeschlossen sein wird und die gesammelten Eindrücke nachwirken werden. Zukünftig wird ein wichtiger Aspekt unserer Arbeit sein, mit den oft einfachen politischen Meinungen unserer Bewohner umzugehen, mit ihnen zu diskutieren und ihnen zu helfen sich eine angemessene demokratisch-politische Meinung zu bilden.

Dafür ist eine anschaulich, umfassende politische Bildung notwendig- besonders im positiv geprägten Rahmen einer gemeinschaftlichen Reise- unverzichtbar.

     

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